Analyseprogramme von privaten Nutzern, von Unternehmen aber auch von Staaten, analysieren heute nicht nur Daten, sondern auch Texte und leiten so im Rahmen von »predicitve analytics« aus Beiträgen in Sozialen Medien und anderen Informationsquellen, automatisch Einstellungen, Sorgen und Meinungen von Menschen ab.

Predictive Analytics ist derzeit einer der wichtigsten Big-Data-Trends.

Der Science Fiction-Thriller „Minority Report“ zeigt eine Methode, mit der auch Zitis auf Verbrecherjagd gehen könnte: Predictive Policing, die Vorhersage von Straftaten. Software berechnet anhand von Tatmustern der vergangenen Jahre (Ort, Tatzeit, Art und Weise) beispielsweise die Wahrscheinlichkeit, mit der in einer bestimmten Region ein Einbruch geschehen wird.

Predictive Policing ist eine Form von Predictive Analytics. Es geht darum, auf Basis von Datenmodellen Voraussagen darüber zu treffen, wie sich eine Situation in Zukunft entwickeln wird oder kann.

Individuell und zielgruppengenau werden diesen Menschen Nachrichten präsentiert, die sie in ihren Sorgen bestätigen und scheinbar passende Lösungen darstellen – eine passgenaue, ganz gezielte Beeinflussung des Menschen und seines Verhaltens.

Zudem können heute diese Nachrichten nicht mehr von Menschen geschrieben und verbreitet sein, sondern von Robotern, Social Bots, die sich als menschliche Nutzer tarnen, aber völlig autonom und automatisch, allein über entsprechende Programmierung mit künstlicher Intelligenz, reagieren.

Diese Szenarien wecken bei uns Sorge, denn es geht um nicht weniger, als um die zukünftige Machtverteilung. Es entstehen Ungleichgewichte zu Gunsten derjenigen, die diese Technologien beherrschen, die reine Menge an Nachrichten trägt mehr zu Intransparenz als zu guter Information bei: man sieht, allgemein und grob formuliert, die Demokratie in Gefahr. Und dagegen gilt es etwas zu unternehmen. Allein, bei genauerem Hinsehen stellt sich das, fast natürlich, als sehr viel schwieriger dar, als man es sehen möchte.

Predictive Analytics, ein Bereich des Data Minings, der sich mit der Vorhersage (prediction) der wahrscheinlichen Zukunft und Trends auseinandersetzt. Das zentrale Element von Predictive Analytics ist der Prädiktor, eine Variable, die für eine einzelne Person oder Einheit gemessen wird, um zukünftiges Verhalten vorherzusagen. Zum Beispiel berechnet ein Versicherungsunternehmen potenzielle Prädikatoren für die Fahrsicherheit, indem sie etwa Alter, Geschlecht sowie Fahrerfahrung einer Person ermittelt. Es können aber auch Informationen zu Kommunikation und verhalten ermittelt werden.

Es ist einfach, aber komplex

Es klingt einfach, ist aber dafür um so schwieriger: die Verantwortung für die Gestaltung von Kommunikation und Dialog über das Internet, liegt bei jedem Einzelnen. Die Verantwortung jedoch, digitale Meinungen und Meldungen in den Raum der Massenmedien zu tragen, ist groß. In eine weitere potenziell gute Richtung könnte es weisen, von Bots generierte Meldungen einer Kennzeichnungspflicht zu unterlegen. Der unter Umständen sogar wohlmeinende Propaganda-Manager kann sich damit weniger hinter der tatsächlich fast nicht kontrollierbaren Automatisierung verstecken und der Bürger ist aufmerksam gemacht. Denn, obwohl man es fast nicht glauben mag, auch Experten aus der neuen, so genannten Social Media Forensik, halten es für nicht immer möglich, Nachrichten von Bots von echten, menschlichen zu unterscheiden. Was kann der ganz normale Internetnutzer tun, davon abgesehen?

Sein Verhalten grundlegend ändern

Nutzen Sie meine Tails Live Schulungen um sich im Internet sicher zu fühlen. In den Tails Schulungen erfahren Sie viel mehr als nur reinen Schutz der Privatsphäre und den Schutz Ihrer Daten. Es geht um den sicheren Handel im Internet mit Bitcoins, sicherer Kommunikation, den Schutz vor Cyberspionage und den Schutz vor Überwachung durch Staaten.

Ich freue Sie mich in meinen Tails Live Schulungen zu begrüßen>