Cybercrime: Ausbildung der neuen Generation Cybercops

Um gegen die zunehmende Internet-Kriminalität vorzugehen, soll die Zahl speziell ausgebildeter IT-Ermittler bei der Polizei mehr als verdoppelt werden.

In Bayern wurden im Jahr 2016 rund 24 900 im Internet begangene Straftaten mit einem Gesamtschaden von 17,5 Millionen Euro registriert – 3,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahlen für 2017 stehen derzeit noch aus und werden 2018 veröffentlicht

Im Polizeidienst wird über sogenannte “Stand-Alone-Internet-Rechner” im Internet recherchiert. Die Ergebnisse werden in sicheren Dateiformaten abgespeichert und über USB-Sticks und externe Festplatten auf sichere Rechner, manchmal sogar über “Schleusen-PCs” auf die Rechner übertragen, die die Daten in das Polizeinetz einspielen können. So wird versucht, Daten innerhalb des Polizeinetzwerkes zu sichern und gleichzeitig die Möglichkeiten von Internetrecherche zu nutzen.

Die Polizeilabore bearbeiten zu circa 2-5% aller Untersuchungen Cybercreme-Verfahren.

Mit der Polizei Würzburg wurde vereinbart, das für die Ausbildung der neuen Generation Cybercops. unser Team mit praktischen Know how zur Verfügung gestellt wird, sobald 2018 Bedarf besteht.

Konkret geht es um folgende Themen:

  • Verschlüsselung und Kryptographie
  • IT-Forensik
  • Das Verhalten von Internet kriminellen

 

Heute gibt es derzeit nur ca 100 ausgebildete KriminalbeamtInnen mit dem Fachgebiet Computer- und Internetkriminalität in Bayern.

Was ist ein Cybercop?

Professionell wird ein Cybercop, Cyberpolizist genannt. Dies sind einfache Ermittler einer Strafverfolgungsbehörde – mit dem unterschied, das diese sich  auf die Verfolgung und Aufdeckung von Online-Kriminalität spezialisiert hat. Synonym kann auch der Begriff Online-Ermittler genannt werden.

In Ländern wie beispielsweise der Volksrepublik China werden Cyberpolizisten gezielt eingesetzt, um Regimegegner zu überwachen. Deren systemkritische Äußerungen können später als Grundlage für politische Verfolgung benutzt werden. In Ländern mit solchen Praktiken können von Cyberpolizisten auch gezielt Webseiten mit unliebsamen Inhalten nicht erreichbar gemacht werden, bei Suchmaschinen werden bestimmte Begriffe und Suchergebnisse blockiert.

An genau solchen Aktivitäten sind wir nicht beteiligt.